PIPPO - besonderes Zuhause für einen besonderen Hund gesucht - in Pflege in 31134 Hildesheim

Pippo - Besonderes Zuhause für einen besonderen Hund gesucht!

 

Zugegeben, wir suchen die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen für unseren „Pippo“. Wir glauben aber, dass es irgendwo die Menschen geben muss, die Pippo ein geeignetes Umfeld bieten können und ihn mit all seinen Eigenheiten akzeptieren und lieben werden. Wer sich auf ihn einlässt, lernt einen unglaublich lustigen, verspielten, aber auch verschmusten Hund kennen, der wahnsinnig viel Charakter hat und dessen Launen und Ausstrahlung man einfach mögen muss. ❤️


Aber von vorn: Pippo ist ein kastrierter, ca. 60 cm großer und inzwischen 2,5 Jahre alter Mischlingsrüde. Sicherlich hat er Mastin Espanol in seiner Ahnengalerie, doch Genaueres weiß man nicht, weil er mit wenigen Wochen im Januar 2017 in Spanien ausgesetzt wurde.

In der Vereinsobhut zeigte sich schnell, dass der kleine Pippo irgendwie „anders“ war. Nach entsprechenden Untersuchungen wissen wir, dass seine Problematik (neben einer leichten Schilddrüsenunterfunktion) neurologischer Natur ist. Hierfür kommen viele Ursachen in Frage, die sich leider trotz ausführlicher Diagnostik nicht aufklären lassen. Fest steht, Pippo ist keineswegs intelligenzgemindert, in der Reizverarbeitung und seinen Reaktionen jedoch eingeschränkt und verlangsamt. Auch seine Körperkontrolle, vor allem in Bezug auf sein Gleichgewicht, zeigt deutliche Einschränkungen.


Pippo zog nach der Kinderstube in eine spanische Pension, von wo aus er auf seine Chance wartete. Seine Einschränkungen und die mangelnde Möglichkeit, in der Pension auf seine besonderen Bedürfnisse einzugehen, haben aus Pippo mit der Zeit leider einen unsicheren und situativ angstaggressiven Hund gemacht, der den Menschen prinzipiell zwar sehr gerne mag und Kontakt sehr genießt, jedoch schnell verunsichert ist. Anfang dieses Jahres tat sich für unseren Pippo endlich eine Chance auf. Er durfte nach Deutschland kommen und hier zur Pflege bei einer mit schwierigen Hunden erfahrenen Trainerin einziehen, die seitdem täglich mit ihm trainiert.


Pippo hat seitdem unglaublich viel gelernt und gezeigt, dass er das Training im Rahmen seiner motorischen und neurologischen Möglichkeiten gut umsetzen kann. Ebenso zeigt er, dass er sich voll auf den Menschen einlassen möchte und gerne lernt. Aus einem Hund, der sich aus Überforderung und Unsicherheit gegen diverse Situationen wehrte, ist inzwischen ein Hund geworden, der in nahezu allen Alltagssituationen wie dem Spazierengehen, Pflegemaßnahmen, dem Autofahren oder dem Füttern gut händelbar ist. Grund für Aggressionen sieht er nur noch selten. Dennoch ist und bleibt Pippo natürlich ein Hund, auf dessen besondere Bedürfnisse in vielen Alltagssituationen in besonderem Maße eingegangen werden muss und der mehr Zeit benötigt als andere Hunde, vor allem, um in neuen Situationen Vertrauen zu fassen.


Menschen begegnet Pippo prinzipiell freundlich, sofern diese ihn nicht bedrängen. Mit den anderen im Haushalt der Pflegestelle lebenden Hunden kommt er sehr gut zurecht und zeigt sich absolut sozial. Nur beim Fressen muss er von den anderen Hunden getrennt werden, denn sein Futter möchte er nicht teilen. Katzen und andere Tiere ordnet Pippo unter die Jagdobjekte ein. Pippo kommt im häuslichen Umfeld seiner Pflegestelle inzwischen gut zurecht, ist stubenrein, bleibt auch ohne Probleme alleine und freut sich sowohl über Spaziergänge als auch über Streicheleinheiten oder kleine Übungen und Aufgaben, die man ihm stellt. Im Haus ist er eher ruhig, bellt wenig und fällt kaum auf. Allerdings hat sich gezeigt, dass er sich noch lieber auf dem Grundstück im Freien aufhält.
Durch seine Einschränkungen sind Pippos Alltagstauglichkeit jedoch auch Grenzen gesetzt. Er tut sich motorisch bedingt schwer mit Treppen und kann nur in niedrige Autos einsteigen oder benötigt hierzu eine Rampe. Sehr belebte Umgebungen überfordern ihn und auch mit Veränderungen, neuen Situationen kann er nur umgehen, wenn er mehr Zeit und Hilfestellung bekommt als ein normaler Hund. Spaziergänge sind für Pippo körperlich wie geistig anstrengender als für andere Hunde, daher würden ihn lange Wanderungen überfordern. Ruhige Spaziergänge bis zu 1,5 Stunden sind kein Problem.


Natürlich kann Pippo auch nicht von der Leine gelassen werden, denn auch wenn er eine gute Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut, könnte er sich im Freilauf zu schlecht orientieren. Pippo ist zweifelsohne ein ganz besonderer Hund mit speziellen Bedürfnissen, aber auch – und wohl gerade deshalb – einer mit sehr vielen sehr liebenswerten Eigenschaften und unglaublichem Charme: Pippo sprüht vor Lebensfreude und lässt sich von seinen Einschränkungen nicht abhalten, wie ein tollpatschiger Welpe über die Wiesen zu flitzen, bis er hinfällt. Stolpern, Umfallen, Gegenlaufen, alles kein Problem, Pippo macht mit bester Laune weiter, als sei nichts gewesen. Seine besondere Ausstrahlung und sein Anderssein machen ihn einfach sehr berührend. Es ist seine überschäumende Freude, wenn man sich mit ihm befasst, sein Vertrauen, wenn er Probleme mit dem Gleichgewicht hat und sich dann an das Bein seiner Bezugsperson lehnt um Hilfe zu finden, sein Genießer-Gesicht, wenn er sich durchkraulen oder bürsten lässt und vieles mehr, was einem das Herz aufgehen und wissen lässt: Pippo will voll und ganz am Leben teilhaben, er will lernen und etwas erleben, er will vertrauen und weiß einfach nichts davon, dass er behindert ist. Für ihn ist das okay.


Nichtsdestotrotz gibt es sie weiterhin (und wird es auch immer geben, denn bei allem Training ist und bleibt Pippo ein besonderer Hund, ein Hund mit Vorgeschichte, mit Behinderung und im Vergleich zu normalen Hunden begrenzten Möglichkeiten): die Situationen, die inzwischen sehr selten geworden sind, Momente, in denen Pippo das Vertrauen und die Nerven verliert und im Zweifel auch beißen kann. Seine neuen Halter müssen daher mit aggressiven Verhaltensweisen umgehen können. Auch ist es aufgrund seiner Behinderung schwierig, Pippos (Droh)Verhalten immer richtig einzuschätzen.
Pippos Trainerin empfiehlt daher für den Alltag auch langfristig einen Maulkorb. Pippo trägt diesen ohne Probleme und kann damit auch hecheln, fressen und trinken. So kann niemandem etwas passieren und Pippos Verhalten kann entspannt begegnet werden. Man wird Pippo einfach nehmen müssen, wie er ist. Kann man das annehmen und akzeptieren und weiß man, seinem Verhalten zu begegnen, sind seine ausgeprägten authentischen Launen einfach wunderbar. Pippos Trainerin erlebt ihn trotz aller Handicaps als sehr angenehmen Hund im häuslichen Umfeld und Alltag.


Was für ein Zuhause suchen wir also für Pippo? Die Liste ist lang: ebenerdig, Haus mit Garten - ländliche Gegend - ein eingezäuntes Grundstück sollte vorhanden sein, da dies Pippos einzige Möglichkeit auf Freilauf ist und er sich sehr gerne frei draußen bewegt - eine reine Außenhaltung wäre denkbar, sofern Pippo genug Kontakt zu seinen Bezugspersonen bekäme - keine Kinder - keine Katzen oder andere freien Tiere in Pippos direktem Umfeld - in Mehrhundehaltung (bei getrennter Fütterung) wäre er genauso glücklich wie als Einzelhund - wir suchen Menschen mit genug Verantwortungsbewusstsein und den Kapazitäten, sich auf einen besonderen, behinderten Hund einzustellen - Hundeerfahrung sollte vorhanden sein, ebenso die Bereitschaft, sich mit aggressiven Verhaltensweisen auseinanderzusetzen
Sollten Sie sich von Pippo angesprochen fühlen und Lust haben, sich auf einen ganz besonderen Hund einzulassen, sollten Sie Pippo nicht nur ein Zuhause geben wollen, sondern können auch seine speziellen Ansprüche erfüllen, dann freuen wir uns auf Sie! Pippo wird nicht viele Chancen haben, aber wir glauben, dass irgendwo die Menschen sind, die ihm seinen Platz im Leben geben. Und genau diese wollen wir jetzt finden. Gerne begleitet seine Trainerin ihn und seine neuen Halter während und nach der Vermittlung weiter.


Pippo ist negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet, geimpft und kastriert. 
Seine Schilddrüsenunterfunktion muss weiterhin behandelt werden. Die Kosten für die Medikation sind überschaubar. 


Falls Sie sich für Pippo interessieren, melden Sie sich bitte per Mail bei:

 

Sandra Perrey
animals.peace12@web.de

 

Wir danken Frau Doreen Hasenfuß von https://www.pawtraits.de in 31134 Hildesheim für die tollen neuen Fotos von Pippo!

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Vielen Dank.

 

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Notfellchen der Woche:

Tommy

Wir suchen dringend ein neues Zuhause für unseren hübschen Tommy. Der Kater wurde vermutlich im Herbst 2011 in Spanien geboren. Eine Wohnung oder Haus mit Freigang wäre wünschenswert. Er hat viel Energie und ein sozialer Katerfreund zum Spielen wäre von Vorteil.

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© Gisela Heine & Sandra Perrey